Was hat Ritter Sport mit Versicherungen zu tun oder wer schützt uns vor dem Verbraucherschutz?

Die Zeit ist gekommen für einen neuen Beitrag und die Beantwortung dieser Fragen.

Anfang des Jahres kam es zu einem Urteil im sogenannten „Schokoladenstreit“. Stiftung Warentest hat die Schokolade von Ritter Sport mit „mangelhaft“ eingestuft. Die Stiftung begründet dies mit der angeblichen Verwendung von chemischen Stoffen statt natürlicher Aromen. Im Endeffekt verlor Warentest vor Gericht und darf entsprechende Behauptungen nicht mehr verbreiten. Doch ist Warentest wirklich der Verlierer? Ritter Sport erleidet durch eine falsche Behauptung einen erheblichen Imageschaden und im Gegenzug begründet Warentest, dass dies im Auftrag des Verbrauchers geschehe. Am Ende geht es hier um Schokolade. Den erheblichen Imageschaden wird Ritter Sport mit viel Geld und einer Ausrichtung auf den Verbraucher korrigieren und dieser wird in Zukunft die Schokolade wieder genießen. Denn das Gericht hat ja Ritter Sport recht gegeben und somit die Schokolade besser bewertet.

Doch was ist, wenn der Käufer nicht Schokolade, sondern die falsche Berufsunfähigkeitsversicherung oder Krankenversicherung kauft? Im Jahrbuch 2012 aus dem Artikel Berufsunfähigkeitsversicherungen und der Ausgabe 05/2014 zu Krankenversicherungen werden dem Verbraucher Ergebnisse präsentiert, die mehr als eine Frage offen lassen. Die Zeit ist gekommen, dass der Verbraucher sich bei seinen Entscheidungen nicht auf die Ergebnisse der Zeitschrift Finanztest beruft. Diese Zeitschrift sollte nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage genutzt werden, denn sie arbeitet fehlerhaft. Dies kann in folgenden Quellen nachgelesen werden. Alleine der Zeitschrift zu vertrauen ist für den Leser ein sehr hohes Risiko, denn eine Haftung übernimmt die Stiftung Warentest für die Ergebnisse nicht.

Aus meinem Expertengebiet der Berufsunfähigkeit möchte ich nur folgende Frage stellen: Was ist dies für eine Entscheidungsgrundlage für den Leser, wenn von 15 getesteten BU-Versicherungstarifen alle ein „sehr gut“ erhalten?

Ein Drittel der Bürger lässt sich bei Kaufentscheidungen von diesen Testergebnissen leiten, hatte einst eine Umfrage ergeben. Die Verbraucherschützer genießen demnach sogar höheres Vertrauen als etwa die Polizei, das Deutsche Rote Kreuz oder Greenpeace.
Aus <http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/ritter-sport-siegt-vor-gericht-gegen-stiftung-warentest-a-943244.html>

Mein Fazit: Dieser kurze Beitrag zeigt die Macht dieser Zeitschrift und die Machtlosigkeit seiner Leser, wenn diesen Ergebnissen blind vertraut wird. Hinzu kommt die fehlende Haftung für die entsprechenden Empfehlungen, da dies letztendlich nicht den Einzelnen, sondern eine Vielzahl von Lesern ansprechen soll.

Folgende Links vertiefen diese Thematik:

http://www.procontra-online.de/artikel/date/2014/02/die-stiftung-warentest-die-faz-und-die-transparenz/

http://www.pfefferminzia.de/der-kvprofi-kommentiert-finanztest-und-der-pkv-artikel/

http://www.versicherungsbote.de/id/4795815/Stiftung-Warentest-erneut-in-der-Kritik/

http://www.cash-online.de/versicherungen/2013/bu-test-von-stiftung-warentest-erntet-kritik/129952

 

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